Die Frühstücksfleischversender schießen zurück und erweisen sich dabei wie erwartet als lernfähig.
Seit einiger Zeit werden Captchas mit Erfolg dazu verwendet, automatisierten Spam etwa von Blogs fernzuhalten. Neuerdings finde ich im Gegenzug in meinem elektronischen Posteingang immer häufiger Spam-E-Mails, die Bilder benutzen, um ihre Botschaft an den Mann oder die Frau zu bringen und somit die automatischen und lernfähigen, aber eben textbasierten Algorithmen umgehen, die zur Spam-Erkennung in den diversen Filtersystemen benutzt werden. Spam-E-Mails, die aus Bildern bestehen, sind also ebenso ein Turing-Test umgekehrt Bild-Captchas.
Irgendwo, irgendwie ist es ein fast poetisches Bild: dass Spammer sich an leibhaftige Wesen richten und Intelligenz voraussetzen, damit ihre Nachricht gelesen und verstanden wird. Fast, nur fast - denn das Bild, das durch diese Botschaften von der menschlichen Intelligenz gezeichnet wird, ist weniger poetisch.
Das Vorzeichen des Wettlaufs der technologischen Hochrüstung im Kampf Mensch gegen Maschine hat sich damit umgedreht, und die Guten werden mit ihren eigenen Waffen attackiert. In einigen Monaten wird sich wahrscheinlich auch diese Problematik dank besserer Spam-Erkennungsmechanismen erledigt haben, und die Spammer werden sich neue Methoden ausdenken (akustischer Spam vielleicht? Ach ne, gibt's schon, heißt Radio) - oder sich von ihren Gegnern borgen.







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